ITS-Network Sonderthemen Erlebnisberichte Poinger Wlfe Seite 2

 

Whrend der Osterfeiertage 2007 bezog endlich die 8jhrige Braunbrin Mia aus Schweden mit ihren drei kleinen Brenmdchen Maja, Mette und Molly das Gehege. Zur Sicherheit der noch recht kleinen Brenkinder, hatte sich die Leitung des Wildparks Poing dazu entschlossen, die beiden Wlfe Michel und Lina vorerst von den Bren getrennt zu halten. Erst spter, wenn die Kleinen gro genug wren, um nicht von den Wlfen angegriffen zu werden, bzw. sich bei evtl. bergriffen der Wlfe selbst verteidigen zu knnen, wollten sie die Wlfe mit den Bren zusammenlegen. Fr die Separierung der Wlfe wurde durch einen Zaun ein kleiner Teil des Brengeheges abgetrennt, in dem sich fortan die Wlfe aufhalten sollten.


Michel
Michel allein zu Haus

Nur leider schien die hochtrchtige Lina mit der Einschrnkung berhaupt nicht einverstanden zu sein. Immer wieder versuchte sie aus dem abgeteilten Gehege auszubrechen. Ein paar mal gelang ihr das sogar und sie genoss fr kurze Zeit wieder die Vorzge des groen Geheges. Aber auch die Braunbrin Mia, die zusammen mit Ihren drei Kindern zur Sicherheit wieder in das kleine Vorgehege beim "Brenbunker" gesperrt wurde, zeigte ihren Unwillen gegenber dem kleinen Gehege und versuchte sich bereits unter dem Zaun durchzugraben.

Die Parkleitung verstrkte rund um das Wolfsgehege die Zune und drehte sogar den Strom des Elektrozauns hher, in der Hoffnung dass der Schlag den die Wlfin bei Berhrung bekommen wrde, sie von weiteren Ausbruchsversuchen abhalten wrde. Aber selbst das hielt sie nicht ab und wieder einmal schaffte es Lina in das groe Brengehege und ein weiteres Mal sah sich die Parkleitung gezwungen das Wagnis einer Betubung einzugehen, um die Wlfin wieder in das separierte Gehege zu transportieren. Doch dieses Mal schien irgendetwas schief gelaufen zu sein, denn Lina wachte leider nicht mehr aus der Betubung auf.

Seither befindet sich Michel alleine im Gehege und es ist ihm anzusehen, dass ihm seine geliebte Gefhrtin fehlt. Und vielleicht trauert er auch ein wenig seinen Welpen nach, die im Mai htten zur Welt kommen sollen.

Anders sieht es bei dem alten Wolfsgehege aus. Im Mai wurden Ida und Jonathan stolze Eltern von sieben kleinen Wlfen. Laut Auskunft des Wildpark Poings handelt es sich bei den Kleinen um fnf Rden und zwei Fhen. Wie es aussieht scheinen sich die kleinen Wonnepropen prchtig zu entwickeln und auch fr ihren Onkel Peter hat das Familienglck durchaus etwas Positives: Denn Jonathan ist nun vollauf mit seiner Vaterrolle beschftigt und hat nun keine Zeit mehr seinen Bruder anzugreifen. Hierzu sei noch angemerkt, dass seit Beginn des neuen Jahres Peter die Rolle des Prgelknaben zugefallen war und er besonders seit Beginn der Ranzzeit einiges einzustecken hatte. Aber mittlerweile sind die Wunden wieder gut verheilt und auch wenn er seine neue Rolle des lieben Onkels eindeutig nicht spielen will, hat er im Augenblick wieder ein recht gutes Leben im Wolfsgehege.


Ida mit Welpen
Ida mit Welpen

Und auch fr die Zukunft von Michel gibt es einen Lichtblick: Denn die Parkleitung hat Andeutungen gemacht, dass die beiden Jungfhen sobald sie nicht mehr auf die Eltern angewiesen seien, zu Michel in das Brengehege umquartiert werden sollen. Doch bis dahin wird noch etwas Zeit vergehen Auch die Zusammenlegung mit den Bren steht noch aus. Aber da mchte die Leitung des Wildparks Poing noch ein wenig warten. Erst im Herbst wenn die Bren trger werden und sich langsam auf ihre Winterruhe vorbereiten, soll die Zusammenfhrung stattfinden. Derzeit wrden die vier Bren den einzelnen Wolf unablssig auf Trab halten, sobald sie merken, dass er in ihrem Revier stbert.

Winter 07/08

Der Winter war eingebrochen und auch wenn vom Schnee weit und breit nichts zu sehen war, wurden die Bren trge und schlfrig. Dies nutzte man um den abgetrennten Gehegeteil von Michel mit den Rest des Brengeheges zusammenzulegen. Nach rund 8 Monaten hatte Michel wieder die groe Weite des Geheges zur Verfgung.


Die Zusammenlegung mit den Bren klappte von Anfang an ohne groe Zwischenflle. Zwar gab es immer wieder kleine Verfolgungsjagden und gelegentlich etwas Gerangel, doch zeigte sich schnell das sich beide Parteien lngst aneinander gewhnt hatten. Die Gesellschaft der Bren die nach Wegfall des Trennzauns erst richtig zum Tragen kam, war sicher nicht schlecht fr den alleinlebenden Wolf, der bis dahin teils unermdlich am Zaun auf und ab wanderte und den Gerchen und Geruschen des groen Rudels lauschte.



Michel und Peter
Wieder zusammen Michel und sein Neffe Peter
Dort spitzte sich die Lage den Winter ber wieder zu. Der einst noch in der Fhrungsriege agierende Peter geriet erneut in Bedrngnis und diesmal nicht nur durch Jonathan, sondern auch der Nachwuchs machte eifrig mit. Die Attacken zogen heftige Verletzungen nach sich und uns, als auch der Parkleitung war klar, dass Peter dies nicht mehr lnger berstehen wrde. Wobei angemerkt sei, das dieser auch nicht ganz unschuldig an den wiederholten Attacken war. Obwohl mittlerweile am Ende der Rangfolge eingeordnet, konnte er seinen Trieben nicht wiederstehen und deckte die Fhen .

Dennoch viel die Entscheidung Peter vom Rudel zu trennen und so bekam Michel nach langer Zeit endlich wieder einen Artgenossen zu Seite. Bisher vertragen sich beide gut, was Hoffnung macht, das dies auch weiterhin so bleibt wenn Peters schwere Verletzungen verheilt sind. Weniger freundlich war der Umgang mit der Brenfamilie. Peter als auch die Bren wussten miteinander noch nicht so richtig umzugehen, was schon in dem einen oder anderen greren Gerangel endete. Aber offensichtlich scheint keiner der beiden Seiten darauf aus, den anderen ernsthaft zuzusetzen, den alle Auseinandersetzungen endeten ohne nennenswerte Blessuren.


Es zeichnet sich aber ab, dass die beiden Rden gemeinsam gegenber den Bren deutlich selbstbewusster auftreten, als sie es allein tun wrden. Das weitere Zusammenleben wird daher sicher sehr interessant werden






Die Mitglieder des Rudels einzeln vorgestellt:


 



The Next Generation:


Ida mit Welpen

Die fnf Rden und zwei Fhen haben zwar noch keine Namen, aber schon jetzt halten sie ihre Eltern Ida und Jonathan, wie auch ihren Onkel und Halbbruder Peter voll auf Trapp.

 
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